SaarPHIR

Saarländische Pflegeheimversorgung Integriert Regelhaft

Konsortialpartner für die wissenschaftliche Evaluation

Ansprechpartner

Alexandra Piotrowski

Aktueller Status

Entwicklungsphase

Kurzbeschreibung

In Pflegeeinrichtungen in Deutschland leben immer mehr ältere Menschen mit mehrfachen chronischen Erkrankungen und Demenz, die dadurch in ihrer Selbständigkeit eingeschränkt sind. Die gesundheitliche Versorgung dieser Patienten stellt hohe Anforderungen an die Zusammenarbeit der Ärzte und Pflegekräfte sowie an deren Fachkenntnisse im Bereich Arzneimitteltherapie, Geriatrie und Palliativmedizin.

Das Projekt SaarPHIR möchte die ärztliche Versorgung von Patienten in Pflegeeinrichtungen verbessern. Hierfür unterstützt die Kassenärztliche Vereinigung Saarland ihre niedergelassenen Ärzte in der Bildung regionaler Versorgerteams. Haus- und Fachärzte bündeln ihre Ressourcen und ermöglichen so den Pflegeheimen eine beständige Verfügbarkeit und Erreichbarkeit. Die Saarländische Pflegeheimgesellschaft unterstützt Pflegeeinrichtungen darin, dass besonders geschulte Pflegekräfte als Ansprechpartner für die Ärzte zur Verfügung stehen. Bei Bedarf werden gemeinsam individuelle Versorgungspläne mit Arzneimitteltherapieprüfung für die Patienten erstellt. Ärzte und Pflegekräfte nehmen an Team- und Fallbesprechungen teil, um voneinander zu lernen und ihre Zusammenarbeit zu stärken.

Das neue Versorgungsmodell wird schrittweise in die Pflegeheime eingeführt und in einer wissenschaftlichen Studie evaluiert. Um die Wirksamkeit zu bewerten, vergleicht die Studie Patienten aus Pflegeeinrichtungen, die an SaarPHIR teilnehmen, mit Patienten aus Einrichtungen, in welchen das Modell noch nicht umgesetzt ist. Es werden u. a. Daten zur Lebensqualität, zu Medikationsfehlern und Krankenhausaufenthalten erhoben.

Im Erfolgsfall verringert das Projekt die Zahl der vermeidbaren Krankenhauseinweisungen und Nebenwirkungen inadäquater Therapien, besonders bei Arzneimitteln. Durch die Entwicklung von Regelwerken zur Zusammenarbeit werden Ärzte wie Pflegekräfte entlastet. Das Modell ist auf andere Regionen übertragbar.

Weiterführende Links

Projektbeschreibung des Projektträgers

Projekthomepage

Weitere Projektpartner

BARMER (Konsortialführung); Kassenärztliche Vereinigung Saarland; Saarländische Pflegegesellschaft e. V.; Knappschaft – Regionaldirektion Saarbrücken; AOK Rheinland-Pfalz/Saarland; DAK-Gesundheit; IKK Südwest; BKK Landesverband Mitte; Techniker Krankenkasse; SvLFG; vdeK

Projektlaufzeit und Förderung

Projektlaufzeit: April 2018 - März 2021

Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA)

Weitere Infos über #UniWuppertal: